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Vergleich: iPhone 5 vs. Samsung Galaxy s3

Die ewige Frage – Apple oder Android? Was ist besser? Wir haben uns die aktuellen Top-Smartphones beider Betriebssysteme angesehen, im Test standen sich das Samsung Galaxy S3 und das Apple iPhone 5 gegenüber. Welches Handy besser abgeschnitten hat, erfahrt Ihr in unserem ausführlichen Vergleichstest.

Eine Sache vorweg, beide Smartphones liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In nahezu allen Bereichen sind die Abstände sehr gering. Wo genau die Unterschiede liegen, zeigen wir Euch nun Punkt für Punkt.

Groß gegen klein

Rein optisch gesehen könnte der Unterschied zwischen den beiden High-End-Geräten kaum größer sein. Das Samsung Galaxy S3 wirkt im Vergleich zum iPhone 5 fast schon riesig. Kein Wunder, schließlich besitzt der Koreaner ein 4,8 Zoll großes Display. Das iPhone kommt lediglich auf 4 Zoll in der Diagonale.
Bei der Auflösung hat wiederum das iPhone die Nase vorne, auch wenn es mit 640 x 1.136 Pixel keine Full-HD-Auflösung bietet. Allerdings kommt es durch das kleinere Display auf eine Pixeldichte von sagenhaften 326 ppi. Das Galaxy S3 besitzt mit einer Auflösung von 720 x 1.280 Pixel zwar mehr Bildpunkte, allerdings kommt es lediglich auf eine Pixeldichte von 306 ppi. In der Praxis fällt diese Differenz jedoch kaum auf.
Weitaus interessanter ist die Displaytechnik: Das iPhone 5 ist mit einem TFT-Bildschirm ausgestattet und zeigt Farben sehr natürlich an. Samsung spendiert dem S3 ein Display mit OLED-Technik. Das führt zu einem stärker ausgeprägten Farbraum, allerdings wirken Fotos und Videos leicht übersättigt. Immerhin lassen sich die Einstellungen softwareseitig individuell einstellen.
Unter freiem Himmel ist das Display vom iPhone 5 etwas besser abzulesen, da dieses ein wenig heller ist. Dafür spiegelt der Touchscreen des S3 S weniger.
Insgesamt bleibt das Thema Bildschirm ausgeglichen, ausschlaggebend ist daher die Größe – und da hat Samsung die Nase vorn.

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Gute Verarbeitung bei beiden Geräten

Aufgrund der Größe lässt sich das Samsung Galaxy S3 mit einer Hand nur bedingt bedienen – immerhin ist es 12 Millimeter breiter und 13 Millimeter länger. Das iPhone 5 ist etwas komfortabler und mit einem Gewicht von 112 Gramm auch 21 Gramm leichter als das Samsung. Dennoch wurde beim Amerikaner nicht an edlen Materialien gespart. Die Glasfront mit Metallrahmen in Verbindung mit der gebürsteten Rückseite aus Aluminium sieht äußerst schick und elegant aus. Das Galaxy S3 wirkt rein äußerlich nicht unbedingt weniger edler, bei der Haptik hinterlässt die Polycarbonat-Oberfläche hingegen keinen guten Eindruck.
Dafür ist es etwas robuster als das iPhone, bei welchem zudem die Oberfläche recht schnell zerkratzen kann. Ein weiterer Vorteil des S3 ist sein austauschbarer Akku, die Abdeckung beim iPhone 5 kann nicht abgenommen werden.
Das Kapitel Design und Verarbeitung verlassen beide Kontrahenten mit einem Unentschieden.

Schnell, schneller, iPhone

Samsung verbaut im S3 vier Prozessor-Kerne mit einer Taktrate von jeweils 1,4 GHz. Unterstützt wird die CPU durch einen Arbeitsspeicher von 1 GB. Damit zählt das S3 zu den leistungsstärksten Modellen auf dem Smartphone-Markt. Ruckler oder Hänger sind nicht zu verzeichnen, selbst HD-Filme laufen verzögerungsfrei – sogar, wenn nebenbei andere Anwendungen parallel arbeiten.
Dennoch ist die Rechenleistung des A6-Prozessors beim Apple iPhone 5 immer einen Tick besser. Jede Funktion reagiert etwas schneller. Das zeigten auch unsere Benchmarks, in denen das iPhone stets besser abgeschnitten hat als das Galaxy S3. Zur Verteidigung des S3 muss man sagen, dass dieser Unterschied nur auffällt, wenn man beide Geräte nacheinander in den Händen hält – trotzdem geht das iPhone 5 als eindeutiger Sieger in diesem Bereich vom Platz.

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Das S3 bietet mehr Speicher

Erweiterbarer Speicher? Für Apple ein Fremdwort. Beim iPhone muss sich der Anwender vor dem Kauf entscheiden, ob er 16, 32 oder 64 GB für Fotos, Videos und Lieder nutzen möchte. Zwar gibt es das Galaxy S3 auch in diesen drei Versionen, dafür kann der Speicher aber jederzeit auf bis zu 64 GB aufgestockt werden. Hinzu kommt ein kostenloser Online-Speicher bei Dropbox von 50 GB für zwei Jahre. Apple gewährt seinen Kunden 5 GB Online-Speicherplatz – dafür jedoch unbegrenzt.
Das Thema Speicher gewinnt das Galaxy S3 aufgrund der auswechselbaren SD-Karten.

Top-Kamera bei beiden Geräten

Beide Smartphones kommen mit einer 8-Megapixel-Kamera an den Start. Vor günstigen Digitalkameras brauchen sich die Handykameras nicht verstecken. Vor allem bei klaren Lichtverhältnissen schießen die Kameras ansehnliche Fotos. Die Farben wirken sehr kräftig, die Schärfe ist ebenfalls gut. Lediglich bei Dunkelheit oder an trüben Tagen sehen die Fotos nicht mehr ganz so hübsch aus, auch wenn beide Geräte mit einer Foto-LED ausgestattet sind. Im Vergleich zu anderen Smartphone-Kameras sehen die Bilder aber dennoch deutlich besser aus. Videos werden übrigens in Full-HD aufgenommen und hinterließen im Test einen guten Eindruck.
Insgesamt schnitt das iPhone 5 bei schwierigen Lichtverhältnissen etwas besser als das S3 ab, dafür bietet Samsung mehr Einstellungsmöglichkeiten, wie z.B. verschiedene Filter. So kommt es in diesem Aspekt zu einem weiteren Unentschieden.

Betriebssystem – zwei Welten treffen aufeinander

Kommen wir zum Thema mit dem größten Streitpotential – dem Betriebssystem. Während man sich beim iPhone im Apple-Universum aufhält, kontert Google bzw. Samsung mit Offenheit. Beide Systeme haben dadurch ihre Vor- und Nachteile. Bei Apple wird dem Nutzer jegliche Funktionalität vorgegebenen: Apps werden im Apple App Store gekauft, Videos und Lieder können ausschließlich über iTunes verwaltet werden. Drag-and-drop? Mit Apple iOS unmöglich. Einzige Ausnahme sind Bilder, die vom Handy an den PC geschickt werden können – andersherum allerdings nicht. Die Abschottung von der Außenwelt hat aber auch seine Vorteile – insbesondere gegen Schadsoftware und bei der optimalen Anpassung der Apps an iOS.
Google geht einen vollkommen anderen Weg und öffnet alle Türen. Dadurch genießt Android perfekte Individualisierungsmöglichkeiten, ist aber auch anfälliger gegenüber Viren und Malware. Bei der Anzahl der Apps unterscheiden sich beide Systeme kaum mehr.

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Bei der Bedienung liegen beide Handys gleichauf. Apple ist einsteigerfreundlicher und die Oberfläche erklärt sich intuitiver, bei Android bekommt der Anwender dafür mehr Einstellungsmöglichkeiten.

Daher geht auch dieser Punkt in einem Unentschieden aus – individuelle Vorlieben sind hier ausschlaggebend.

Ausdauer und Empfang

Beim Thema Ausdauer stehen sich ein 2.076 (Samsung) sowie ein 1.479 (Apple) mAh großer Akku gegenüber. Das liegt natürlich auch an der Displaygröße und am stärkeren Prozessor des S3. Summa summarum schneidet das Samsung-Smartphone durch sein ausgeklügeltes Energiespar-Management etwas besser als das iPhone ab.
In Sachen Sende- und Empfangsleistung liefern beide Geräte gute aber nicht überragende Werte ab. Jedoch besitzt das Galaxy S3 in allen Netzen und auch bei der Sendeleistung höhere Werte als das iPhone 5.
Somit geht dieser Punkt ebenfalls an das Flaggschiff aus Korea.

Fazit
Insgesamt liegt das Samsung Galaxy S3 leicht vor dem Apple iPhone 5. Allerdings fallen die Unterschiede, wie bereits am Anfang erwähnt, sehr marginal aus. Es entscheiden im Endeffekt die persönlichen Vorlieben über den Kauf eines der beiden Smartphones.

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