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Total angesagt: Warum Diamanten en vogue sind

Mit Diamanten assoziiert alle Welt Eleganz, Einzigartigkeit und Schönheit, aber auch Stärke, Treue und Ewigkeit. Die Geschichte der edlen Steine dürfte zwar nicht jedem geläufig sein, deren Stellenwert im Leben der Frauen ist den Mannsbildern allerdings spätestens seit Marilyn Monroe ein Begriff. Mit „Diamonds are a girl’s best friend“ im Filmklassiker „Blondinen bevorzugt“ hat sie ihr Teil zur Popularität der Diamanten beigetragen. Ein Blick in die Vergangenheit verrät jedoch, dass der Erfolg viele Väter hat.

Zeichen unvergänglicher Liebe

Der Imagewandel vom Investitionsobjekt zum Liebesbotschafter ist keinem Geringeren als Harry Oppenheimer geschuldet. Der Chef von De Beers hat 1938 die Agentur N. W. Ayer & Son mit der Werbekampagne betraut. Das Schmuckstück sollte emotional stark aufgeladen werden und sich zum Sinnbild für unzertrennliche Liebe mausern.

Es war De Beers kein Leichtes, mit der Tradition zu brechen und Verlobungsringen zum Durchbruch zu verhelfen. Während das Vorkriegseuropa andere Sorgen hatte, mussten in Amerika die Frauen erst überzeugt werden, dass neben Waschmaschine und Auto auch der mit Diamanten bestückte Verlobungsring auf die Wunschliste gehört. Nachdem dieser freilich ein untrügliches Indiz dafür ist, dass ein Mann wirklich ernsthafte Heiratsabsichten hat, haben die Bemühungen von De Beers nach und nach Erfolge gezeitigt.

Bereits 1945 hatte das Gros der amerikanischen Bräute einen mit Brillanten oder Diamanten besetzten Verlobungsring am Finger stecken. Stars durften sich für öffentliche Auftritte mit den funkelnden Steinen schmücken. Dem Prestige der Diamanten waren indes namentlich die regelmäßigen Berichte der Zeitschriften über Größe und Preis der Klunker dienlich. Endlich gelang es auch, die Modedesigner für den Trend zu erwärmen. Fazit: 1965 hatten 80 Prozent der Amerikanerinnen den unumstößlichen Beweis der Liebe mit einem Diamantring in Händen.

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Nicht allein Exklusivität, sondern auch Alltagstauglichkeit

Heute ist der diamantene Verlobungsring längst auch im Rest der Welt angekommen. Dabei muss frau beileibe nicht in den Hafen der Ehe einlaufen, um dem Reiz der Edelsteine zu erliegen. Seine zeitlose Schönheit im Verein mit der atemberaubenden Strahlkraft macht den Diamanten so beliebt wie vielseitig einsetzbar. Er ist in der Freizeit ein nicht weniger gern gesehener Begleiter als beim festlichen Abendevent. Dabei schlüpft er gern in die Rolle des Beiwerks von Ohrringen, des Anhängers von feingliedrigen Ketten oder der Verarbeitung in edlen Ringen.

Wenn der Diamant nicht gerade die Exklusivität der Kronjuwelen des britischen Königshauses genießt, muss er sich im Alltag bewähren, indem er den Anforderungen und Ansprüchen der Kunden genügt. In dieser Hinsicht unterscheiden sich Stars von Otto Normalverbraucher nicht. So haben namentlich sie es neuerdings mit farbigen Diamanten. Pinkfarbene Exemplare zierten etwa die Verlobungsringe von Victoria Beckham und Portia de Rossi. Cameron Diaz und Cate Blanchett waren indes mit champagnerfarbenen Diamanten bei Preisverleihungen zu sehen. Im Unterschied zur farblosen Konkurrenz darf es dabei bei den farbigen Diamanten durchaus Einschlüsse geben. Sofern sie die Farbwirkung unterstützen, sind sie gar erwünscht.

Rückkehr zu den Wurzeln

Diamanten sind Präsent und Geldanlage zugleich. Neben der ideellen Rendite der Freude Beschenkter sind Jahre nach dem Ankauf teils recht üppige Wertzuwächse drin. Angesichts unattraktiver Bundesanleihen und Sparbücher in Zeiten des historischen Zinstiefs und mitunter hoher Kursschwankungen von Aktien gelten Diamanten nicht von ungefähr als Krisenwährung mit geringer Schwankungsbreite. Ihre Preise steigen, nachdem die Nachfrage größer als das Angebot ist.

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Diamanten eignen sich vor allem als Depotbeimischung. Entscheidend ist allerdings die Zertifizierung. Das Zertifikat eines internationalen gemmologischen Instituts bürgt dafür, dass mit Colour (Farbe), Clarity (Reinheit), Carat (Gewicht) und Cut (Schliff) alles im grünen Bereich ist.

Widerspiegelung der Weltlage in der Mode

Auch die Modebranche besinnt sich in der Wirtschaftsflaute auf die Unvergänglichkeit der Diamanten. Erst hat die Szene die Pelze wiederentdeckt, nun sind teure Steine auf edlem Stoff angesagt.

Namentlich in Deutschland hat sich das Blatt gewendet. Nicht länger ist nur in Asien und Amerika mit Diamanten Staat zu machen. Wegbereiter waren die Armbanduhren, die Kleider folgten auf dem Fuße. Während das italienische Trendlabel Prada in eine Sommerlinie Schmuckstücke einnäht, kommt das Traditionshaus Gucci gleich mit einer eigenen Juwelen-Kollektion daher. Diamanten sind unstreitig zum Modeschmuck geworden. Eine ernsthafte Konkurrenz ist lediglich der Kunstmarkt. Es geht freilich auch nicht an, immer nur Schmuck zu verschenken. Die Herren der Schöpfung wollen schließlich nicht als einfallslose Pinsel in Verruf geraten.

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