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So verschlüsseln Sie Ihre Festplatte mit VeraCrypt

VeraCrypt ist ein kostenloses Programm, mit dem Sie Daten auf Ihren Laufwerken im Handumdrehen verschlüsseln können. Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel, wie Sie VeraCrypt zur sicheren Verwahrung Ihrer Dokumente nutzen. Um Daten vor den neugierigen Blicken Dritter zu schützen, ist die Verschlüsselung die gängigste Methode. Dabei wird ein geheimer Schlüssel angewendet, der aus Dateien ein nicht zu interpretierendes Zeichen-Wirrwarr macht. Der Schlüssel wird ebenso eingesetzt, um die Dateien wieder in den ursprünglichen, lesbaren Zustand umzuwandeln.

Live-Verschlüsselung mit VeraCrypt

Der Vorteil der Live-Verschlüsselung ist die Möglichkeit, mit den verschlüsselten Dateien arbeiten zu können, als wären diese nicht verschlüsselt. Ansonsten ist es nämlich so, dass Dateien entschlüsselt, verarbeitet und zu guter Letzt erneut verschlüsselt werden müssen. Kein Wunder, dass dies vielen Nutzern zu kompliziert ist oder zu viel Arbeitszeit kostet, sodass sie auf die Verschlüsselung verzichten und damit ein Sicherheitsrisiko in Kauf nehmen.
VeraCrypt jedoch bietet Live-Verschlüsselung an.

Installation von VeraCrypt

Die kostenlose Software ist für Linux, Windows und macOS verfügbar. In diesem Artikel beziehen wir uns auf die VeraCrypt Installation auf Windows 10. Zur Einrichtung von VeraCrypt benötigen Sie die Administrator-Rechte für Ihr System und natürlich das Programm selbst.
Dies laden Sie am besten auf der offiziellen Webseite des Projektes herunter: https://veracrypt.codeplex.com
Im Anschluss tätigen Sie einen Doppelklick auf die heruntergeladene .exe-Datei und folgen den Anweisungen des Installations-Assistenten.

Legen Sie einen verschlüsselten Ordner an

Sobald Sie ihre frisch installierte VeraCrypt-Version öffnen, werden Sie gebeten, das zu verschlüsselnde Volumen festzulegen. Das können einzelne Ordner, aber auch komplette Laufwerke sein.

Sobald der Assistent Sie fragt, ob das zu verschlüsselnde Laufwerk als Standard oder als versteckt zu erstellen ist, entscheiden Sie sich für „Standard“. Dadurch wird Ihre Sicherheit nicht verringert, versteckte Laufwerke sind lediglich schwerer zu finden, nicht aber leichter zu knacken.

Tipp:  Prozessor, Speicher & Co: wie viel Volumen ist sinnvoll?

Bei der Auswahl des Speicheortes für Ihre verschlüsselte Datenbank ist unbedingt darauf zu achten, dass das Laufwerk über eine ausreichende Größe verfügt – ein Ordner mit 50GB Größe muss freilich auf einem Laufwerk mit mindestens 50GB Speicherplatz angelegt werden.

Der Assistent wird Sie nach dem gewünschten Verschlüsselungs-Schema befragen. Da sie alle ein vergleichbares Maß an Sicherheit bieten, ist es nicht relevant, für welches Schema Sie sich an dieser Stelle entscheiden.

Sobald Sie nach dem Passwort für Ihren virtuellen Daten-Tresor gefragt werden, wählen Sie unbedingt eines, welches Sie so nirgends sonst verwenden. Ihr Passwort sollte mindestens 20 Zeichen lang sein und Klein- sowie Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthalten.

Im Anschluss formatieren Sie Ihren verschlüsselten Ordner. Hierfür wird der Assistent Sie bitten, die Maus hin- und herzuschieben, um mit Hilfe dieser zufälligen Werte Ihren Schlüssel zu erstellen. Sobald die Formatierung beendet ist, ist Ihr verschlüsselter Ordner fertig. Er kann nun über VeraCrypt geöffnet werden.

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