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Patientenverfügung – die wichtigsten Infos für Sie im Überblick

Es kann jeden treffen, egal in welchem Alter. Doch in jungen Jahren machen sich die wenigsten Menschen Gedanken darüber, was ist, wenn sie nicht mehr selbst über sich und ihr Leben bestimmen können. Wenn ein Unfall oder eine Krankheit dafür sorgen, dass man sich nicht mehr selbst um seine Angelegenheiten kümmern oder darüber entscheiden kann, welche medizinischen Maßnahmen für einen selbst ergriffen werden sollen und welche man verweigern würde. Genau für diesen Fall sollten Sie rechtzeitig vorsorgen, am besten solange Sie noch bei bester Gesundheit sind.

Was ist eine Patientenverfügung?

Mit der Patientenverfügung legen Sie fest, welche medizinischen Maßnahmen Sie von Ärzten wünschen und welche Sie dagegen eher ablehnen, sollte es dazu kommen, dass Sie aufgrund von Krankheit oder Unfall nicht mehr selbst darüber entscheiden können. Mit einer Patientenverfügung sichern Sie sich dieses Recht auf Selbstbestimmung Ihrer ärztlichen Versorgung. Solange Sie gesund sind, kann diese Verfügung jederzeit durch Sie angepasst und geändert werden. Auf Patientenverfuegung Plus finden Sie ein entsprechendes Formular, das alle notwendigen Angaben enthält, die in einer solchen Verfügung eingetragen sein müssen.

Die Vorsorgevollmacht – sinnvolle Ergänzung!

Es ist überaus ratsam, ergänzend zur Patientenverfügung auch eine Vorsorgevollmacht auszufüllen. Hier haben Sie die Möglichkeit, eine Vertrauensperson, wie beispielsweise den Ehepartner, ein Familienmitglied oder einen nahestehenden Freund, zu benennen, der im Ernstfall die Entscheidungen für Sie treffen soll. Ernennen Sie diese Person auch zu Ihrem rechtlichen Betreuer, legen Sie damit fest, dass er oder sie alle wichtigen Angelegenheiten wie Behördengänge oder Bankgeschäfte in Ihrem Namen regeln darf. Besprechen Sie Ihr Vorhaben am besten vorher mit dieser Vertrauensperson, damit sie darüber informiert ist, sollte es soweit kommen. Die Vollmacht tritt nur in Kraft, wenn Sie selbst nicht mehr in der Lage sind, eigenmächtige Entscheidungen zu treffen. Wie auch bei der Patientenverfügung, können Sie den Bevollmächtigten und andere Inhalte jederzeit ändern.

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Der Gang zum Notar

Zwar ist es gesetzlich nicht vorgeschrieben, sowohl die Patientenverfügung als auch die Vorsorgevollmacht von einem Notar beglaubigen zu lassen, ratsam ist es dennoch. Juristisch erforderlich ist es vor allem dann, wenn es darum geht, dass im Namen des Patienten Darlehensverträge geschlossen werden oder Grundstücke gekauft oder verkauft werden müssen. Die Beurkundung durch den Notar kann viele Probleme, die in einer solchen Situation entstehen können, vermeiden.

Regelmäßige Aktualisierung ist wichtig

Prüfen Sie zudem Ihre erstellten Vollmachten und Verfügungen auf Richtigkeit und Aktualität. Da sich von Zeit zu Zeit auch die Lebensumstände sowie Bezugspersonen ändern können, sollten Sie die Unterlagen regelmäßig überprüfen und sie erneut mit aktuellem Datum und Unterschrift versehen. Empfohlen wird hierfür ein Rhythmus von etwa 2 Jahren.

Wozu brauche ich das alles?

Der Partner, die eigenen Kinder oder andere Verwandte können nicht ohne weiteres für Sie entscheiden, sollte dieser Fall eintreten. Ist weder Vorsorgevollmacht noch Patientenverfügung vorhanden, entscheidet in erster Linie das Amtsgericht über einen rechtlichen Betreuer. Das muss nicht immer ein Familienmitglied sein, es kann auch ein Fremder zum „Vormund“ ernannt werden. Hilfe in Sachen Patientenverfügung und weitere Informationen bietet die Caritas, die auch auf weiterführende Ratgeber verweist.

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