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Neurodermitis – eine Krankheit mit vielen Perspektiven

Die Ursache der allergischen Hautkrankheit Neurodermitis ist bis heute nicht vollständig geklärt. Man hat herausgefunden, dass die Krankheit erblich bedingt ist, das heißt es handelt sich um einen genetischen Enzymdeffekt und somit um eine Stoffwechselstörung. Bei der Neurodermitis fehlen essentielle Fettsäuren, das heißt Fettsäuren, die der Körper nicht selbst produzieren kann. Die Durchdringfunktion durch die Haut ist geschädigt, sodass Allergene und hautreizende Stoffe leicht in den Körper eindringen können. Man unterscheidet zwei Arten der Neurodermitis. Einmal die akute = juckende Neurodermitis und die chronische Neurodermitis = trockene, rissige und empfindliche Haut.

Was muss man beachten?

Für die Reinigung und Pflege im Gesicht sollten am besten nur alkoholfreie Gesichtswasser verwendet werden, da das Gesicht dadurch nicht gereizt wird und nicht austrocknet. Waschcremes, Waschöle, Waschlotionen und Waschemulsionen sollten am besten von öliger Konsistenz sein (W/O = Wasser in Öl). Gegebenfalls kann man sanfte Softpeelings verwenden, höchstens 2x die Woche. Falls man ein Bad nehmen möchte, sollten es am besten rückfettende Bäder, also Ölbäder, sein.
Für die Pflege möglichst Feuchtigkeitscremes für Gesicht und Körper auf Ölbasis ohne Farb/ -Duft/ -und Konservierungsstoffe benutzen. Auch ungesättigte Fettsäuren sind sehr gut bei solch einer Erkrankung, da sie die Schutzfunktion der Haut erhöhen. Urea, ein natürlicher Feuchthaltefaktor, spendet und bildet Feuchtigkeit und wirkt ab 10% desinfizierend und juckreizlindernd. Ein weiterer Hautbefeuchter ist Glycerin. Diesen findet man in fast allen Pflegeprodukten für trockene Haut. Lipide und Ceramide schützen vor weiterem Austrocknen und erhöhen die Durchdringfunktion. Man sollte sich auch nicht zu häufig waschen, da somit die Haut noch mehr austrocknet und die Krankheit somit verschlimmert wird. Ist ein Juckreiz vorhanden, braucht man viel Kälte. Am besten leichte Kleidung tragen und das Bett mit leichter Bettwäsche beziehen, die Zimmertemperatur senken, das heißt die Heizung ausschalten und immer gut durchlüften, kalt duschen und erfrischende, kühle Abendspaziergänge. Auch hilfreich sind kühle Orte wie zum Beispiel Nordsee, Hochgebirgsregionen, Totes Meer und Atlantikluft. Zum Eincremen sollten am besten kühlende, juckreizstillende und betäubende Cremes/ Gels verwendet werden. Eine UV-Bestrahlung wäre bei einer Therapie von Neurodermitis auch sehr hilfreich. Stress sollte auch möglichst vermieden werden, indem man zum Beispiel Entspannungsübungen macht. Stoffe, die bei einer Neurodermitis helfen könnten, wären zum Beispiel Linola (eine Creme, die in der Apotheke erhältlich ist) oder Harnstoff (in einigen Cremes und Salben vorhanden).

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Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Zum Arzt sollte man schnellstens gehen, wenn es sich um offene und entzündete Hautstellen handelt. Auch wenn man einen starken Juckreiz empfängt oder wenn Infektionen auftreten, sollte man einen Arztbesuch tätigen.

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