Ein bekanntes Sprichwort bei der Zubereitung von Mahlzeiten lautet: Das Auge isst mit. Ähnlich verhält es sich beim Kauf von Produkten. Verbraucher achten auf die Produktverpackung. Produzenten müssen entscheiden, wie sie diese so gestalten, dass sie den potenziellen Kunden optisch ansprecht, das Produkt gut präsentiert und alle wichtigen Informationen beinhaltet.

Die Ansprüche an eine Produktverpackung sind groß: Sie soll möglichst kostengünstig hergestellt werden, das Produkt in einem guten Licht darstellen und den Kunden zum Kauf animieren. Dabei müssen die Hersteller der Produkte Informationen unterbringen, die der Gesetzgeber vorschreibt, beispielsweise den Firmennahmen sowie Informationen zu den Inhaltsstoffen. Irgendwo muss noch ausreichend Platz sein, um Kontroll- und Gütesiegel abzubilden. Keine leichte, aber eine notwendige Aufgabe.

Produktverpackungen müssen informationsreich sein

Eine Studie von PwC gibt Aufschluss über das Kaufverhalten deutscher Kunden. Demnach wollen 87 Prozent der Bundesbürger wissen, woher die Produkte stammen, welche sie erwerben. Auch die Herstellung spielt für sie eine große Rolle.

Die Informationsabfrage möchten Verbraucher schnell und bequem tätigen, am liebsten über die Produktverpackung. Zwar sind unabhängige Prüfinstitute und ihre Testberichte wichtige Informationsquellen, im lokalen Laden spielt die Produktverpackung aber die größte Rolle.

Die Entscheidung zu treffen, welche Informationen auf die Verpackung gelangen, sollten Unternehmen einem Profi der Branche überlassen. Durch den Verpackungsdruck mit ABC PACKMEDIA gehen Produzenten eine Kooperation mit einem renommierten Produktionsdienstleister ein, der seine Kunden seit vielen Jahren durch alle Phasen eines Verpackungsprojektes begleitet. Angefangen bei der Wahl aller wichtigen Informationen über das Design bis hin zum fertigen Endprodukt.

Die Balance zwischen Produktschau und Informationswiedergabe

Wie viel des Produkts zeige ich? Eine Frage, die sich viele Unternehmen stellen und auf die es keine pauschale Antwort gibt. Produktverpackungen sind so individuell wie die Artikel, die sie aufbewahren. Die Produktverpackung einer Tasse beispielsweise gibt durch ein Fenster einen Einblick auf das Produkt. Bei einer Haarfarbe ist das Produkt gar nicht zu sehen. Stattdessen zeigt ein Model auf der Produktverpackung, wie die Haarfarbe in Realität aussehen wird.

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Es gibt Produkte wie Lebensmittel, die völlig andere Ansprüche an eine Verpackung stellen. Sie muss nicht nur ansehnlich sein und alle wichtigen Informationen beinhalten, sondern den Artikel gleichzeitig schützen. Eine besondere Stellung genießen Produkte, bei denen zusätzlich zur Optik und den Produktinformationen viel Wert auf die Haptik gelegt wird – Werkzeuge oder Messer zum Beispiel. Potenzielle Kunden möchten diese Waren anfassen, bevor sie sich für den Kauf entscheiden.

5 Eigenschaften, mit der eine Verpackung im Einkaufswagen landet

Im Supermarkt schlendern Kunden durch Reihen, deren Regale mit zahlreichen Produkten gefüllt sind. Die hier vorzufindenden Produktverpackungen übernehmen gleich mehrere Aufgaben, für die in anderen Situationen Menschen und Medien verantwortlich sind: Sie sind

  • Verkäufer
  • Markenbotschafter und
  • Qualitätsgarant zu gleich.

In jedem Point-of-Sale konkurrieren Produkte und ihre Verpackungen miteinander. Damit sie letztendlich im Warenkorb landen, kommen fünf ARIVA-Wirkdimensionen[1] zum Einsatz:

  1. Attention: Alles, was Kunden in den Händen halten, zieht automatisch Aufmerksamkeit auf sich. Es kann sich um eine außergewöhnliche Form oder ein besonderes Material handeln.
  2. Recall: Eine interessante Öffnungstechnik (z. B. Beispiel der Kraftgriff bei der Ritter-Sport-Tafel) brennt sich im Gedächtnis des Käufers ein.
  3. Integrity: Unsere Augen können uns täuschen, unser Tastsinn nicht. Deshalb vertrauen wir Dingen, die wir anfassen, blind. Haptik bringt folglich eine hohe Glaubwürdigkeit mit sich.
  4. Value: Das Fenster in der Produktverpackung einer Tasse steigert die Preisbereitschaft um mehr als 50 Prozent nach wenigen Sekunden. Haptik hat die Macht, das psychologische Besitzgefühl zu erwecken.
  5. Action: Produkte oder Verpackungen, die zur Interaktion (öffnen, berühren) einladen, steigern die Verkaufszahlen. Einer Studie von Peck & Childers aus dem Jahr 2006 zufolge steigert die Aufforderung, etwas zu berühren, die Impulskaufrate um 40 Prozent.
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Konkrete Trends und Beispiele aus dem Bereich Haptik sind in diesem Artikel einsehbar.

Ökologische Produktverpackungen, die die Umwelt entlasten

Leere Produktverpackungen wirken Branchenexperten zufolge edel. Leider entsteht dadurch ein unerwünschter Nebeneffekt: Ein großer Materialaufwand und die unnötige Belastung der Umwelt.

Bei der Planung einer Verpackung sollte der Umweltaspekt berücksichtigt werden. Inzwischen gibt es eine Vielzahl an Prozesse, die es ermöglichen, Produktverpackungen aus recycelten Materialien herzustellen. Einige Unternehmen haben es geschafft, Produktverpackungen zu kreieren, die zu einhundert Prozent recycelbar sind. In einigen Fällen reicht es aber auch, bestehende Verpackungen zu optimieren. Eine bekannte Fast-Food-Kette sparte mehrere Tonnen Müll pro Jahr, indem sie Strohhalme wenige Zentimeter kürzte.

Verpackungen können nicht nur umweltfreundlich sein, sondern auch intelligent, wie dieses Projekt demonstriert. Ziel war es, die Wettbewerbsfähigkeit von Verpackungen zu verbessern und im selben Zeitraum die Kosten der Versorgungskette zu reduzieren. Erzielt wurde der gewünschte Effekt unter anderem durch den Aufdruck von Informationen wie Temperaturanzeigen, Barcodes und Feuchtigkeitsanzeigen auf die Verpackung.

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