Besonders Nutzer von Prepaid-Verträgen kennen das Ärgernis, wenn eine wichtige SMS versendet werden soll, aber kein Guthaben mehr verfügbar ist. Dann benötigt man einen Dienst wie sms.at, mit dem man kostenlos, allerdings begrenzt und unkompliziert SMS versenden kann. SMS-Dienste waren besonders kurz vor der Jahrtausendwende populär, als Flatrates deutlich weniger verbreitet und Smartphones noch Zukunftsmusik waren. Das Problem der Dienste war meist die Zeit- und Volumenbeschränkung, SMS-Kontingente wurden meist nur zu vollen Stunden oder bestimmten Zeitpunkten ausgegeben. Wer zu spät kam, hatte Pech.
Liste mit kostenlosen SMS.at Alternativen, um kostenlose SMS ohne Anmeldung zu versenden

Die Features des Anbieters

Das System des SMS-Versands ist bei sms.at etwas anders als bei den oben beschriebenen Anbietern, denn es gibt keine zeitliche Begrenzung, lediglich das Volumen der SMS ist beschränkt. Bei einer kostenlosen Registrierung (nur Kunden aus Österreich) bekommt man fünf SMS pro Monat geschenkt, weitere Kontingente können nachgekauft werden. Zudem ist der Dienst auf 150 Zeichen pro SMS begrenzt, die heute üblichen längeren Nachrichten können nicht versendet werden. Über den erweiterten Editor bekommt man zudem die Möglichkeit, einen Sendezeitpunkt festzulegen, beispielsweise um Freunden und Bekannten pünktlich zum Geburtstag zu gratulieren. Obwohl der SMS-Dienst eines der Hauptfeatures des Anbieters darstellt, gibt es auf der Seite jedoch noch weitere Funktionen rund um Handys und Smartphones zu entdecken, denn nach erfolgreicher Registrierung wird automatisch ein E-Mail-Konto freigeschaltet, das unter der Domain „Name@sms.at“ erstellt wird. Auf dieses lässt sich nicht nur über die Webseite, sondern auch über die App zugreifen, so hat man SMS und E-Mail in einer Anwendung vereint. Selbstverständlich lassen sich auch Kontakte speichern, E-Mails können sortiert und gelöscht werden und es gibt sogar einen kostenpflichtigen MMS-Service, mit dem beispielsweise Bilder, Animationen oder Musik verschickt werden können.

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Die Smartzone – Alles rund ums Smartphone

In der „Smartzone“ dreht sich alles um Hintergründe, Klingeltöne, Spiele und Apps, allerdings scheint dies mehr ein Überbleibsel aus alten Zeiten zu sein, denn wer wirklich ein Smartphone mit Internetzugang besitzt, wird hier wohl eher weniger einkaufen. Die angebotenen Klingeltöne bekommt man zwar im Format mp3, das auch von aktuellen Handys unterstützt wird, aber der Preis von 3 Euro für ein 40 Sekunden langes Schnipsel ist aber maßlos überteuert. Noch schlimmer ist das Preis-/Leistungsverhältnis nur noch bei den SMS-Tönen, für die ebenfalls die standardmäßigen drei Euro verlangt werden. Auch bei den angebotenen Spielen gibt es leider nichts gutes zu berichten. Nicht nur, dass die Software hoffnunglos veraltet ist, man verlangt auch Preise, die in keinem Verhältnis stehen. So wird beispielsweise für das mehr als zwei Jahre alte und unlizensierte FIFA 10 ein Preis von sechs Euro verlangt. Schaut man sich im Store von GooglePlay um, entdeckt man das von EA Sports entwickelte FIFA 12 zum selben Preis mit ansehnlicher 3D-Grafik und HD-Unterstützung für Smartphones und Tablets.

Die Community – MySpace lässt grüßen

sms.at ist eine dieser Seiten, die sich nicht sicher ist, was sie sein will. Einerseits bietet sie Dienste rund um das Handy an, andererseits gibt es allerdings auch viele Communityfeatures, die eigentlich in eine andere Sparte gehören. Dreh und Angelpunkt ist dabei der Freundefinder, der alle nach den gewünschten Kriterien eingestellten Profile anzeigt. Auch hier scheint das letzte Jahrtausend noch nicht vorrüber zu sein, das Layout der Profile erinnert stark an die mittlerweile gescheiterte Webseite „MySpace“, und zwar inklusive gekachelter Hintergrundbilder, die ein Lesen der Informationen teilweise unmöglich machen. Zudem scheinen viele der dort angemeldeten Nutzer gar nicht mehr aktiv zu sein, der Hinweis: „Zuletzt online vor 3 Jahren“ lässt zumindest darauf schließen, dass die Nutzerpflege der Seite nicht besonders ordentlich vonstatten geht. Selbst die hochgeladenen Bilder und Fotos inaktiver Nutzer können einfach weiterhin angeschaut werden, obwohl man den Datenschutz laut eigener Aussage sehr ernst nimmt. Hier muss definitiv nachgebessert werden.

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Fazit
sms.at ist eine Webseite, die in vielen Belangen im letzten Jahrtausend stecken geblieben ist. Im Kern ist dies zwar nichts schlechtes und die bunte Sammlung an Features mag einigen ja auch gefallen, die Preispolitik des Anbieters bezüglich der in der „Smartzone“ angebotenen Produkte ist aber nicht nachvollziehbar und die Nutzerpflege des Freundefinders lässt ebenfalls zu wünschen übrig, schließlich möchte man bei einer ernsthaften Suche nach neuen Freundschaften keine Profile angezeigt bekommen, die bereits jahrelang nicht mehr aktiv waren. Der SMS-Dienst und das E-Mail-Postfach sind aber durchaus hilfreich und insgesamt hinterlässt zumindest dieser Teil einen guten Eindruck.

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