Technik

Die Welt der Spezialdrucker

Das Drucken begleitet die Menschheit schon seit Jahrtausenden und wurde stetig weiterentwickelt. Begonnen hat die Geschichte des Druckens in den ägyptischen Kulturkreisen. Wenn man heutzutage von Druckern spricht, ist die Rede meistens von Laser-/ und Tintenstrahldrucker. Daneben gibt es aber noch eine ganze Reihe weitere Druckertypen, die in den verschiedensten Bereichen eingesetzt werden.

LED-Drucker

Die Funktionsweise des LED-Druckers unterscheidet sich nicht groß von der des Laserdruckers. Die beiden differieren lediglich in der Weise, wie sie das Dokument auf die Bildtrommel übertragen. Beim LED-Drucker wird durch eine LED-Zeile, die so breit ist wie die Vorlage, die ganze Zeile auf einmal beleuchtet. Diese Technologie sorgt für eine konstante Qualität des Ausdrucks. Der Laserdrucker hingegen scannt mit einem gebündelten Laserstrahl jede Zeile, vom Anfang bis zum Ende. Die Folge ist, dass der LED-Drucker erheblich schneller druckt. Dazu kommt, dass er fast keine beweglichen Teile hat, dadurch ist die technische Abnützung geringer und die Lebensdauer ist länger.

LCD/LCS Drucker

Die Abkürzung LCD/LCS steht für Liquid-Crystal-Display-/Shutter (Flüssigkristallbildschirm). Der LCD-Drucker gehört ebenso wie der LED-Drucker in die Kategorie der fotoelektrischen Drucker. Statt eines beweglichen Laserstrahls wie beim Laserdrucker, bedient er sich einer LCD-Leiste mit mindestens 2400 LCD-Elementen. Diese LCD-Leiste wird von einem Licht durchleuchtet, dadurch entsteht ein Abbild des zu druckenden Dokumentes auf der Bildtrommel. Der weitere Ablauf verläuft gleich wie beim Laserdrucker. LCD/LCS Drucker sind kompakt und stromsparend, und sie eignen sich zum drucken von Bannern.

Schablonen-Drucker

Neben dem Laserdrucker, dem LED-Drucker und dem LCD-Drucker, gibt es noch einen weiteren Drucker, der zu der fotoelektrischen Kategorie gehört. Der Schablonen-Drucker verwendet die Technik der Risographie. Typisch in der Risographie ist, dass beim Bedrucken des Papiers weder Chemikalien noch Hitze verwendet werden. Dies hat nicht nur ökologische Vorteile, sondern es entstehen auch geringere Kosten des Verbrauches. Zuerst wird von der gewünschten Vorlage eine Musterfolie erstellt, die dann vom Drucker automatisch über die Trommel gespannt wird. Fast wie bei einem Kopierprozess, wird dann die Musterfolie thermisch durchlöchert. Das Papier durchläuft die rotierende Trommel und wird an den durchlöcherten Stellen eingefärbt.

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Nadeldrucker

Nadeldrucker waren in den 80er Jahren zu Hause und in kleineren Büros weit verbreitet. Trotz der Verdrängung durch Laser-/und Tintenstrahldrucker ist der robuste Nadeldrucker auch heute noch, beispielsweise im Kassengeschäft, in Parkautomaten und in Ticketentwertern anzutreffen. Der Druckvorgang läuft so ab, dass einzelne Nadeln auf das Druckband einschlagen, und durch dieses auf das Papier, wo ein kleiner Punkt zurückbleibt. Dieser Vorgang wird solange wiederholt, bis das Dokument fertiggestellt ist. Je mehr Nadeln sich im Drucker befinden, umso feiner wird das Bild. Der Nadeldrucker wurde wegen seiner hohen Lebensdauer, den geringen Verbrauchskosten und der robusten und wartungsarmen Technologie sehr geschätzt.

Typenraddrucker

Der Typenraddrucker ist wie der Nadeldrucker ein Gerät der Kategorie Impact-Drucker (Aufschlagdrucker). Der Ablauf ist ähnlich wie beim Nadeldrucker. Nur dass hier statt der Nadeln, Typen mit einem Hammer durch ein Farbband, gegen das Papier geschlagen werden. Die Typenräder können ausgewechselt werden, zum Beispiel in die einer anderen Schriftart. In der heutigen Zeit werden sie auf Grund ihrer niedrigen Geschwindigkeit nicht mehr eingesetzt. Die häufigste Verwendung fanden sie in den 80er und 90er Jahren.

Thermodirektdrucker

Eine weitere Kategorie von Druckern sind die Metalldrucker, dazu gehören unter anderem der Thermodirektdrucker und der Thermotransferdrucker, sowie der 3D-Drucker. Der Thermodirektdrucker benötigt weder ein Farbband, noch Toner. Eine Thermoleiste erhitzt das thermosensitive Spezialpapier lediglich an den Stellen, an denen die Grafik oder der Text erscheinen soll. Durch das Erhitzen des beschichteten Spezialpapiers, färbt es sich schwarz, folglich sind die Ausdrucke einfarbig. Verwendet wird der Thermodirektdrucker zum Druck von Kassenbons, Etiketten und Fahrkarten.

Thermotransferdrucker

Das Verfahren des Thermotransferdruckers unterscheidet sich dahingehend vom Thermodirektdrucker, dass zwischen den Thermodruckkopf und das Papier, eine Folie, mit temperaturempfindlicher Farbe hindurchgeführt wird. Durch zahlreiche winzige Heizelemente, wird die Farbe vom Band abgeschmolzen und auf das zu bedruckende Element gebracht. Durch diese Technologie wird eine höchst präzise Qualität erzielt. Daher kommen Thermotransferdrucker da zum Einsatz, wo hochwertige Farbdrucke benötigt werden, wie beispielsweise im Fotodruck.

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3D-Drucker

Der 3D-Drucker ist kein Drucker im herkömmlichen Sinne, der Papier bedruckt. Mit 3D-Druckern lassen sich Gegenstände aller Art „ausdrucken“. Das Verfahren läuft so ab, dass dreidimensionale Werkstücke, Schicht um Schicht durch einen sogenannten Schmelz-/ oder Trocknungsprozess aufgebaut werden. Dieser Prozess wird vom Computer aus gesteuert. Die am häufigsten verwendeten Materialien für das 3D-Drucken sind Metalle, Kunststoff und Keramik. Den 3D-Druck verwendet man zum Erstellen von Prototypen oder zur Herstellung von Elementen, von denen nur eine geringe Stückanzahl benötigt wird. Einer der Vorteile eines 3D-Druckers ist, dass sich damit solch komplexe Formen erbauen lassen, die mit anderen Maschinen nur sehr schwer, oder gar nicht produziert werden können. Die Technologie des 3D-Drucks gibt es seit dem Jahre 1983, als sie von dem US-Amerikaner Chuck Hull entwickelt wurde.

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