Finanzen

Die Fristen für Online-Überweisungen

Immer mehr Menschen nutzen das Online-Banking. Bei vielen kommt die Frage auf, wie lange eine Online-Überweisung eigentlich braucht. Gerade wenn es um wichtige Zahlungen – zum Beispiel die Miete oder das Bezahlen der Stromrechnung – geht ist es wichtig, dass die Zahlungen pünktlich beim Empfänger ankommen. Wie lange eine Online-Überweisung in Deutschland unterwegs ist, erfahren Sie hier.

Gesetzliche Regelungen

Was viele Bankkunden gar nicht wissen: bereits seit 2012 hat der Gesetzgeber reguliert, wie lange eine Überweisung unterwegs sein darf. Wie lange eine Online-Überweisung unterwegs ist obliegt also nicht dem Gutdünken der Bank sondern ist durch den Gesetzgeber vorgegeben. Sie können sich im Zweifelsfall also auf eine rechtliche Grundlage berufen.
Zu unterscheiden sind allerdings Inlands- und Auslandsüberweisungen.

Überweisungen im Inland

Überweisungen im Inland gehen sehr schnell. Der Gesetzgeber hat vorgegeben, dass die Online-Überweisung innerhalb von einem Werktag abgewickelt sein muss, sofern es sich um eine Inlands-Transaktion handelt.
Die Banken haben hierfür eine Uhrzeit als Frist festgelegt. Geht der Auftrag noch vor dieser festgelegten Uhrzeit ein, wird die Überweisung noch am gleichen Tag durchgeführt. Ist die Uhrzeit verstrichen, wird die Überweisung am nächsten Werktag ausgeführt. Also dauert es maximal einen Tag bis die Überweisung veranlasst und beim Empfänger verbucht ist.
Die Uhrzeit-Frist variiert von Bank zu Bank, liegt aber meist zwischen 14 und 18 Uhr. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Hausbank um mehr zu erfahren.

Wenn Sie innerhalb der gleichen Bank eine Überweisung tätigen, wird die Überweisung in der Regel sogar sofort durchgeführt und das Geld kommt unmittelbar nach der Beauftragung beim Empfänger an.

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Beachten sollten Sie, dass Banken an Wochenenden und Feiertagen in der Regel nicht buchen.

Überweisungen ins Ausland

Bei Überweisungen auf ein ausländisches Konto sehen die gesetzlichen Regelungen etwas anders aus – hier sollten Sie bei wichtigen Zahlungen definitiv einen größeren Zeitpuffer einplanen als bei einer Inlandsüberweisung.
Innerhalb des Gebiets der EU gelten grundsätzlich die gleichen Regelungen wie für eine Inlandsüberweisung. Wenn Sie allerdings in einer Fremdwährung überweisen darf die Banklaufzeit bis zu vier Tage betragen.

Außerhalb der EU ist die Gesetzeslage leider kaum reguliert. Wie lange eine Überweisung in Länder außerhalb der EU dauert, hängt stark von den ausländischen Banken ab. Einige ausländische Banken verbuchen das Geld sehr schnell – andere sind sehr langsam. Wenn Sie nicht innerhalb der EU überweisen ist es empfehlenswert lieber etwas zuviel Zeit für die Dauer der Überweisung einzuplanen als zu wenig. Mit zwei Wochen zeitlichem Puffer sollten Sie aber weltweit auf der sicheren Seite sein.

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